Aus der letzten Sitzung des Gemeinderats wird berichtet:
TOP 1 Frageviertelstunde für die Einwohner
Da keine Fragen aus der Zuhörerschaft gestellt wurden, konnte gleich zum nächsten Tagesordnungspunkt übergegangen werden.
TOP 2 Jugendreferat
Bürgermeister Reichegger begrüßt Herrn Jugendreferent Gunther Roth vom Haus Nazareth. Herr Roth berichtet anhand einer Präsentation über die Tätigkeiten des Jugendreferats im Jahr 2025.
In Wehingen arbeitet neben Herrn Roth noch eine 30 %-Kraft. So können ein personalgeleiteter sowie ein selbstverwalteter Jugendraum angeboten werden. Die Teilnahme ist vollkommen freiwillig, es werde aber ein niederschwelliger Zugang geboten und jugendliche Themen in den Mittelpunkt der offenen Jugendarbeit gestellt. Hierbei werde durch frühzeitige Prävention ein Mehrwert für die Kommune generiert und der soziale Zusammenhalt gestärkt.
Dieses Jahr sei auch wieder ein Ferienprogramm geplant, einzelne Events, Kooperationen mit Schulen bzw. der Schulsozialarbeit sowie landkreisweite Kooperation mit weiteren Jugendreferaten. Für das Jahr 2027 sei auch wieder eine Jugendreise geplant.
Auf Anfrage teilt Herr Roth mit, dass die Vorkommnisse rund ums Haller-Areal durch die Schließung eines Zugangs deutlich zurückgegangen seien. In der Vergangenheit sei es vor allem wegen externer Cliquen, die weniger den Jugendraum besucht hätten, zu entsprechenden Vorfällen gekommen.
Bürgermeister Reichegger teilte noch mit, dass die Personalkosten des Jugendreferats bisher vom Landkreis gesponsort worden seien. Wegen aktueller knapper Kassen falle die Förderung jedoch künftig weg. Die umliegenden Gemeinden seien gerade dabei, die offene Jugendarbeit neu zu konzipieren, um das Angebot aufrecht erhalten zu können.
Bürgermeister Reichegger bedankte sich bei Herrn Roth für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.
TOP 3 Interkommunales Gewerbegebiet Heuberg
- Aktueller Sachstandsbericht
- Masterplan/fachliche Vorprüfung (Vorverfahren)
- Teilnahmemöglichkeit für alle Gemeinden
- Abschluss einer Vereinbarung
- Beratung und Beschlussfassung
Bürgermeister Reichegger erläuterte kurz die Historie zum Thema interkommunales Gewerbegebiet. Die Gemeinde Goshei werde zunächst die Kosten für das Planungsbüro vorstrecken. Wenn die Planungen die Machbarkeit bejahen, sollen die Kosten unter den teilnehmenden Gemeinden aufgeteilt werden. Sollte sich das Projekt als nicht machbar herausstellen, sollen die Kosten nach Einwohnerzahlen unter den teilnehmenden Gemeinden aufgeschlüsselt werden. Sollte es dazu kommen, würde dies für die Gemeinde Wehingen ca. 17.000 bis 23.000 Euro betragen. Das Vorverfahren werde sechs bis zwölf Monate dauern.
Aus dem Gremium wird kritisiert, dass nicht alle Gemeinden von Beginn an vollumfänglich am Verfahren beteiligt gewesen seien. Es wird betont, dass es für die interkommunale Zusammenarbeit insgesamt wichtig sei, dass alle Gemeinden ausreichend am Verfahren beteiligt werden.
Das Projekt, insbesondere der geplante Standort, wird von mehreren Gemeinderäten kritisch gesehen. Dennoch wird auch betont, dass es ein falsches Signal sende, wenn sich die Gemeinde Wehingen als einer der größten Gemeinden auf dem Heuberg von Beginn an dem Projekt verwehre.
Da die Gemeinde noch eigene Flächen hat, auf denen Gewerbegebiete erweitert werden könnten, könne man nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie immer noch entscheiden.
Der Gemeinderat beschloss bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen mit elf Stimmen, sich am Vorverfahren (Masterplan/fachliche Vorprüfung) zum Interkommunalen Gewerbegebiet Heuberg zu beteiligen sowie dem dargestellten Vorgehen sowie dem Abschluss einer Vereinbarung zur Durchführung und Finanzierung des Vorverfahrens zuzustimmen.
TOP 4 Grundstücksangelegenheiten
Die Gemeinde wurde im Zuge des Verkaufs dreier Waldgrundstücke im Gewann „Kreuzstall“ regulär am Verfahren beteiligt, um zu prüfen, sie ihr gesetzlich bestehendes Vorkaufsrecht ausüben möchte.
Aus dem Gremium wird geäußert, dass man aktuell keinen Bedarf an den betroffenen Grundstücken hätte, auch in Anbetracht des Verkaufspreises. Sollte es hier je zur Überplanung kommen, hätte man ja immer noch Möglichkeiten, die benötigen Flächen zu gewinnen.
Der Gemeinderat beschloss sodann mit 13 Stimmen bei einer Enthaltung, das Vorkaufsrecht nicht auszuüben.
TOP 5 Annahme von Spenden im Haushaltsjahr 2025 Beschluss
Im Haushaltsjahr 2025 sind bei der Gemeinde Wehingen Spenden in Höhe von insgesamt 7656,16 € eingegangen. Neben privaten Spenden wurden auch von einem Teil des Gemeinderates die Sitzungsgelder an die Gemeinde, örtliche Vereine bzw. an weitere soziale Einrichtungen und gemeinnützige Organisationen gespendet.
Ohne weitere Aussprache beschloss der Gemeinderat einstimmig, die eingegangenen Spenden in Höhe von 7.656,16 Euro anzunehmen.
TOP 6 Partnerschaft Freundschaftsbund mit Caslina d‘Erba
Die Gemeinde Caslino d‘Erba, Italien feiert in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit St. Berthevin. Beim Jubiläum im Mai in Caslino d‘Erba möchte die Gemeinde einen Freundschaftspakt mit der Gemeinde Wehingen schließen.
Ohne weitere Aussprache beschloss der Gemeinderat mit 13 Stimmen bei einer Enthaltung, dass bei den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Jubiläum zwischen den Gemeinden St. Berthevin und Caslino d‘Erba ein Freundschaftspakt zwischen den Gemeinden Wehingen und Caslino d‘Erba geschlossen werden soll.
TOP 7 Bekanntgabe der Offenlage des Protokolls aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 16.03.2026
Bürgermeister Reichegger führte aus, dass das Protokoll der letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 16.03.2026 nach der Unterzeichnung durch die beurkundenden Gemeinderäte durch Auflegung während der Sitzung bekannt gegeben wird.
TOP 8 Bekanntgaben, Wünsche und Anfragen
Bürgermeister Reichegger bzw. die Verwaltung geben bekannt:
- Die Sirenenanlagen zur Warnung der Bevölkerung in Krisensituation werden im Juni an den drei Standorten Rathaus, Bauhof, sowie OT Harras installiert.
- Die Gemeinde erhält für den Umbau des Kindergartens Christkönig einen höheren Zuschuss als zunächst geplant. Bei den künftigen Gewerken solle die Gemeinde frühzeitig von der Kirchengemeinde über den Fortschritt, Preissteigerungen etc. informiert bzw. zu Rate gezogen werden.
Auf entsprechende Anfragen aus dem Gremium teilte Bürgermeister Reichegger bzw. die Verwaltung folgendes mit:
- Man werde prüfen inwieweit die Sitzgruppen beim Waldspielplatz und der Albrechtshütte von der Gemeinde gerichtet werden oder ob diese gesponsort worden seien.
- Das beschädigte Gerät an der Fitnessmeile werde überprüft.
- Alle an der Ortskernsanierung beteiligten Firmen seien bereits angeschrieben und um entsprechende Sorgfalt bei der Ausführung, insbesondere der Pflasterarbeiten, gebeten worden.
- Man werde prüfen, ob für die Glascontainer bei der Rettungswache in der Wiesenstraße auch ein alternativer Standort in Frage komme oder ob eine Videoüberwachung eingerichtet werden soll.
- Üblicherweise werde das Wasser auf dem Friedhof nach dem 01. Mai wieder angestellt, wenn nicht mehr mit Frostschäden zu rechnen sei.
- Bei der Betonwand um den Neukaufparkplatz handle es sich um eine Privatfläche, weshalb hier keine Entfernung der vorhandenen Graffiti durch die Gemeinde geplant sei.
- Die Heizung in der Umkleide der Rettungswache werde auf Schäden/Fehlfunktionen überprüft.
- Man werde die Pflasterarbeiten nach Aufbruch durch Vodafone in der Reichenbacher Straße überprüfen.
- Bei Maßnahmen gegen Biberbauten habe man wenig Handhabe. Es gebe Biberbeauftragte beim Regierungspräsidium, mit denen konkrete Maßnahmen bei drohender Gefahr absprechen könne. Man werde dies prüfen.
- Die illegale Müllablagerung beim Wertstoffhof sei bereits bekannt und werde beseitigt.
- Man werde die Möglichkeit der Anbringung von Leuchtstreifen bei der Treppe am Kaufhaus Merkt prüfen.
- Der Bäckereiverkauf am Bildungszentrum soll künftig durch die neuen Pächter der Edekamärkte in Gosheim und Wehingen übernommen werden.

