Aus der letzten Sitzung des Gemeinderats wird berichtet:
In der letzten, öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Wehingen am “Tag der Städtebauförderung 2026“ am 09.05.2026 konnten sich sowohl die Ratsmitglieder, als auch die weiteren anwesenden Anwohner und interessierten Besucher, in einem Rundgang durch die Wehinger Ortsmitte, vor Ort über den aktuellen Sachstand der Ortskernsanierung informieren.
Herr Bürgermeister Reichegger begrüßte hierbei Herrn Bauingenieur Karl Mergenthaler vom Planungsbüro Karl Hermle aus Gosheim, der zur Erläuterung des aktuellen Baufortschritts, für weitere Fragen bautechnischer Art, sowie zum weiteren Bauzeitenplan innerhalb des laufenden Bauabschnitts 1 A und 1 A+ im Rahmen des Sanierungsgebiets “Ortsmitte II“, ebenfalls unterstützend vor Ort war.
Bürgermeister Reichegger führte einleitend zunächst aus, dass der Gemeinde Wehingen im Jahr 2026 weitere Zuschussmittel aus dem Landessanierungsprogramm in Höhe von
2,0 Mio. € bewilligt wurden. Diese Aufstockungsmittel sind aber in erster Linie für eine eventuelle zukünftige Erweiterung des Sanierungsgebiets “Ortsmitte“ und dem damit gegebenenfalls verbundenen Erwerb und Abriss des Firmenareals der Firma Sauter im Gewann “Auf der Breite“ bestimmt.
Der Vorsitzende erläuterte weiter, dass aufgrund der aktuell angespannten finanziellen Gesamtsitution der Gemeinde Wehingen einzelne, angedachte Bauprojekte der Gemeinde Wehingen zunächst zeitlich geschoben oder sogar aufgegeben werden müssen.
Aus diesem Grund hat der Gemeinderat auch die weitere Umsetzung der Erweiterungsmaßnahme im Bereich “Sauter-Areal“ zunächst zurückgestellt.
Der Rundgang der Sitzungsteilnehmer startete im Bereich des Rathauses. Nachdem dort die zukünftigen Sitzstufen im Seitenbereich der Bära zwischenzeitlich gesetzt sind, wird derzeit der Parkplatzbereich hinter dem Rathausgebäude gepflastert. Im Zentrum der von der Parkplatzmitte in den Seitenbereich des Parkplatzes verschobenen und bereits installierten Rundbank, wird ergänzend noch ein Baum gepflanzt.
Parallel zu den vorgenannten Pflasterarbeiten wurde bereits am 08.05.2026 mit den Betonarbeiten für das Fundament der neuen Bära-Brücke hinter dem Rathaus begonnen, die im Anschluss nahtlos fortgesetzt werden. Sobald die Brückenfundamente und -auflager fertiggestellt und ausreichend ausgehärtet / belastbar sind, wird in diesem Bereich die neue Bära-Brücke installiert.
Für die bei der Deutschen Telekom bereits wiederholt angemahnte Verlegung von zwei Verteilerschränken im Seitenbereich des Rathauses wurden im Zuge der aktuellen Bauarbeiten vorsorglich bereits entsprechende Leerrohre mitverlegt.
Zum weiteren zeitlichen Bauablauf führte Herr Mergenthaler aus, dass die derzeit am Rathaus eingesetzte Pflasterkolonne nach Abschluss der dortigen Arbeiten nahtlos in den nördlichen Seitenbereich der Gosheimer Straße verlegt werden soll.
Im der weiteren Abfolge des Rundgangs wurden im Anschluss der Bereich der katholischen Pfarrkirche St. Ulrich, sowie des Ehrenmals in der Steinstraße besichtigt. Hierbei konnten alle Anwesenden mit dem bereits erweiterten Spielplatz im Garten von St. Berthevin eine im Rahmen des Sanierungsgebiets Ortsmitte erfolgreich fertiggestellte Baumaßnahme nochmals in Augenschein nehmen.
Die Pflasterarbeiten im Bereich der katholischen Kirche St. Ulrich sind bereits weitestgehend fertiggestellt. Auf dem Kirchenvorplatz wurden auf Wunsch und in Abstimmung mit der katholischen Kirchengemeinde bereits Fundamente für bis zu 3 Fahnenmasten aus Holz vorgesehen / installiert. Ergänzend wird auf dem Kirchenvorplatz noch eine Rundbank mit einem Baum im Zentrum installiert.
Im Verlauf des weiteren Ortsrundgangs in die Steinstraße informierte Bürgermeister Reichegger alle Anwesenden, dass die in der ursprünglichen Sanierungsplanung noch enthaltene Neupflasterung des Hof- und Zufahrtsbereichs beim Pfarrer-Hornung-Heim aus Kosteneinsparungsgründen mittlerweile durch den Gemeinderat gestrichen wurde.
Das Sanierungsgebiet endet im Bereich der Steinstraße in südlicher Richtung somit mit dem Parkplatz- / Hofbereich des Gebäudes Steinstraße 1/1. Hiervon unbenommen sind eventuelle eigene Sanierungsmaßnahmen der katholischen Kirchengemeinde in diesem Bereich.
Im Rahmen der weiteren Sanierungsmaßnahmen wird der bisherige Parkplatzbereich und Treppenaufgang beim Eckgrundstück / -gebäude Steinstraße 1 neugestaltet, sowie ein behindertengerechter Zugang zu den Gewerberäumen im Gebäude geschaffen.
Beim derzeitigen Hauptbauabschnitt im Bereich der Reichenbacher Straße, sowie auf einem Teilabschnitt in der Gosheimer Straße, finden aktuell Kanal- und Wasserleitungsarbeiten statt, bei denen zunächst vorrangig die Hausanschlüsse erneuert werden. Anschließend muss noch ein Abwasser- / Rückstaukanal der Gemeinde mit einem Durchmesser von 1,30 m bis zum Einmündungsbereich Steinstraße neu verlegt werden.
Weiterer Bauzeitenplan im Sanierungsgebiet Ortsmitte II:
Auf Anfrage erläuterte Herr Mergenthaler den Anwesenden die weitere Bauumsetzung, sowie den aktuellen Bauzeitenplan im jetzigen Bauabschnitt 1 A und 1 A+. Hierzu führte aus, dass aus Gründen der Verkehrs- und Umleitungsführung der jetzige im Bau befindliche Kreuzungsbereich Deilinger Straße/Reichenbacher Straße/Gosheimer Straße auf der einen, sowie der Einmündungsbereich der Steinstraße in die Gosheimer Straße auf der anderen Seite, nie zeitgleich für den Verkehr geschlossen / abgesperrt werden dürfen.
Nach Abschluss der Arbeiten im direkten Kreuzungsbereich Deilinger Straße/Reichenbacher Straße/Gosheimer Straße bis voraussichtlich ca. Mitte/Ende Juni 2026, kann auf diesem Teilabschnitt die Verkehrsverbindung Deilinger Straße - Reichenbacher Straße wieder in beide Richtungen geöffnet / freigegeben werden.
Bürgermeister Reichegger teilte ergänzend mit, dass der Termin des Anfang Juli stattfindenden Wehinger Straßenfestes mit den bauausführenden Firmen insoweit abgestimmt sei, dass den Teilnehmervereinen im jetzigen Baustellenbereich bis zum Festtermin zumindest eine feste, abgeschotterte Fläche als Festplatz / Festgelände zur Verfügung gestellt werden kann.
Bis Ende Juli/Anfang August soll der jetzige Bauabschnitt, mit Ausnahme einiger Seitenbereichsflächen, bis zur Einmündung Steinstraße fertiggestellt sein.
Danach wird der letzte Teilbauabschnitt im Bauabschnitt 1 A und 1 A+ in der Gosheimer Straße ( vom Kreuzungsbereich Steinstraße/Gosheimer Straße mit Umleitungsführungen über den Bereich Vorstatdt und die Steinstraße, sowie über die Wörthstraße / Deilinger Straße bis zum Rathaus ) in Angriff genommen und für den Verkehr voll gesperrt.
Auf Anfrage aus der Mitte der Teilnehmer zu den im ersten Bauabschnitt 1 B aufgetretenen Mängeln / Farbabplatzungen an den Pflanztrögen im Seitenbereich führte Herr Mergenthaler aus, dass hier bereits ein entsprechendes Gutachten erstellt und von der Baufirma Peter Gross zudem bereits Materialproben entnommen wurden, sowie gemeinsam mit dem beauftragten Subunternehmer weitere Ursachenforschung betrieben werde.
Da sich das im ersten Bauabschnitt bei der Pflasterung verwendete Fugenmaterial im Oberflächenbereich nicht ausreichend verfestigt, werden aktuell Angebote für einen teilweisen Austausch des dort verwendeten Füllmaterials eingeholt/überprüft.
Die Pflasterung im Zufahrts- und Seitenbbereich der beiden Gebäude Gosheimer Straße 2 und Deilinger Straße 1 wurde mittlerweile fertiggestellt, sodass die Zufahrt zu den Parkplatzflächen und in den rückwärtigen Gebäudebereich wieder frei ist.
Aufgrund einer Störung des Vodafone-Leitungsnetzes musste der Gehwegbereich in der Deilinger Straße zum wiederholten Male erneut aufgegraben werden.
Dies ist umso ärgerlicher, da im Vorfeld der Sanierungsarbeiten alle betroffenen Telekommunikationsnetzbetreiber dazu aufgefordert wurden, eine eventuelle Erneuerung des Kabelnetzes im Baustellenbereich kritisch zu überprüfen.
Da das Natursteinpflaster beim Wiedereinbau im Aufgrabungsbereich nicht wieder ordnungsgemäß eingebaut wurde, erfolgt hier eine Mängelanzeige der Gemeinde bei der von Vodafone beauftragten Tiefbaufirma.
Die letzte Station des Ortsrundgangs war die aktuelle Erweiterungsmassnahme des unter der Trägerschaft der katholischen Kirchengemeinde stehenden Kindergartens “Christkönig“. Der Vorsitzende zeigte sich erfreut darüber, dass diese Baumaßnahme mit veranschlagten Gesamtbaukosten in Höhe von 1,50 Mio. € im Nachgang noch als Insellösung in das Sanierungsgebiet Ortsmitte II mitaufgenommen werden konnte.
Die anfallenden Baukosten bezuschusst das Land mit einem Förderanteil in Höhe von 36%. Um die jetzige bauliche Maßnahme langfristig zu sichern, hat sich die katholische Kirchengemeinde gegenüber der Gemeinde Wehingen dazu verpflichtet, im Neubau für mindestens 30 jahre weiterhin Kinderbetreuung durchzuführen.
Der Gemeinderat nahm von den gemachten Ausführungen zustimmend Kenntnis.
Abschließend bedankte sich der Vorsitzende bei allen Teilnehmern für das gezeigte Interesse, verbunden mit den besten Wünschen für das bevorstehende Wochenende.






