Aktuell / Sitzungsberichte: Gemeinde Egesheim

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Aktuell / Sitzungsberichte

Gemeinderatssitzung Sitzungsbericht vom 09.05.2022

Aus der Sitzung des Gemeinderats Wehingen wird berichtet:

Herr Bürgermeister Reichegger eröffnete die öffentliche Sitzung pünktlich um 19:15 Uhr und begrüßte die anwesenden Zuhörer.

TOP 1 Frageviertelstunde für die Einwohner
Aus der Einwohnerschaft wurde darum gebeten, die Einrichtung einer Tempo 30 Zone im Zuge der Ortskernsanierung weiter zu forcieren.. Herr Bürgermeister Reichegger teilte hierzu mit, dass man bislang zweimal Absagen von den zuständigen Stellen beim Regierungspräsidium und der Straßenverkehrsbehörde erhalten habe. Da man aber erst am Anfang des Sanierungsgebiets stehe, sei das Thema noch nicht vom Tisch. Ein Mitglied des Gemeinderats ergänzte, dass man die Einrichtung einer Tempo 30 Zone bereits durch ein Fachbüro habe prüfen lassen. Laut dessen Aussage würden die Anforderungen hierfür in Zukunft geringer werden, man müsse jedoch noch Geduld haben.


TOP 2 Sanierungsgebiet „Ortsmitte“ – Bauabschnitt 1b
- Vorstellung der Freianlagen und Gestaltung der Seitenbereichsflächen durch Frau Janisch, Landschaftsarchitekturbüro Greenbox und dem Bauleiter Herrn Dinaj, Ingenierubüro Langebach

Bürgermeister Reichegger begrüßte Frau Janisch vom Landschaftsarchitekturbüro Greenbox sowie die Herren Dinaj und Hribersek vom Ingenieurbüro Langenbach. Anhand einer Präsentation stellte Frau Janisch die geplanten Freianlagen und die Gestaltung der Seitenbereichsflächen vor. 
Frau Janisch teilt mit, dass die Bodenhöhen entgegen der ursprünglichen Planung abweichen, weshalb die Baumsockel (mit Gesamthöhe von 60 cm) etwas höher ausgeführt werden müssen. 
Als Gehölze werden Zierkirsche, Vogelkirsche, Roter Schlangenhaut-Ahorn, Zierapfel und Zierbirne gepflanzt. In den Blühflächen an den Saumbereichen des Ortskerns kommt eine Mischung aus pflegeleichten Stauden und Gräsern sowie Bodendeckern zum Einsatz.

Herr Dinaj informierte anschließend über den Bauzeitenplan und den aktuellen Stand der Bauarbeiten. Die ausführende Firma sei derzeit im Kreuzungsbereich Reichenbacher Straße/Hofenstraße tätig. Demnächst ist der Beginn der Pflasterarbeiten im Bereich des Schuhhauses Mayer geplant. Ebenso werde derzeit der Kanal in Richtung Reichenbach sowie Wasser- und Gasleitungen verlegt.
In Kürze soll auch der Kanal zwischen der Bachverdolung und den angrenzenden Wohnhäusern verlegt werden. Wegen der beengten Verhältnisse werde dies in mehreren Abschnitten durchgeführt.
Vom Fertigstellungstermin 25.10.2022 für diesen Bauabschnitt soll dabei nicht abgewichen werden.

Auf Anfragen aus dem Gemeinderat teilte Herr Dinaj mit, dass man im Zeitplan liege. Dieser sei nach dem Winter einmal angepasst worden. Es hätten zwar vergleichsweise milde Temperaturen im Winter geherrscht, dennoch sei der Boden so gefroren gewesen, dass Leitungs- und Pflasterarbeiten nicht durchgeführt werden konnten. Der Grobbelag für die Fahrbahn (Asphalttragschicht) soll im September aufgebracht werden.
Die ausführende Firma sei bemüht, weitere Arbeitskolonnen einsetzen zu können. Derzeit seien drei Kolonnen im Einsatz. Herr Dinaj sagte zu, die ausführende Firma um zügige Umsetzung zu bitten, da man wegen der Folgeplanung an einem frühzeitigen Abschluss interessiert sei.


TOP 2.1 Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“
Bauabschnitte 1 C
Bushaltestelle im Bereich des Gebäudes Gosheimer Straße 32
Stellungnahmen der Straßenverkehrsbehörde und des RP Freiburg – Außenstelle Donaueschingen

Frau Janisch vom Büro Greenbox zeigt die ursprünglich geplanten Varianten sowie die Veränderungen nach der Abstimmung mit der Straßenverkehrsbehörde und dem Regierungspräsidium Freiburg.

Das Büro Greenbox wurde gebeten zu überprüfen ob eine Bushaltestelle im Bereich Gebäude Gosheimerr Straße 32 realisiert werden kann, Bisher war vorgesehen die Bushaltestellen wie bisher zwischen Rathaus und Kirche einzurichten. Hierzu müsste das Gebäude Gosheimer Straße 32 abgebrochen werden. Voraussetzung für die Planung war, dass möglichst viel Raum für Stellplätze im Bereich des Narrenbrunnens erhalten bzw. geschaffen werden sollen.

Alle Varianten wurden mit einem Kreisverkehr von 29 m Durchmesser geplant.
Der Kreisverkehr sollte als weitere Maßgabe möglichst weit in Richtung Gosheim geschoben werden. Die Verkehrsbehörden haben darauf hingewiesen, dass der Halt auf der Fahrbahn direkt (also ohne Busbucht) möglich sei, jedoch nicht direkt in der Ausfahrt des Kreisverkehrs. Des Weiteren muss berücksichtigt werden, dass Bushaltestellen barrierefrei sein müssen. Anschließend erläutert Herr Hribersek die verschiedenen Planungsvarianten.

Variante 1 beschreibt die Variante gemäß der ‚Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen‘ (RASt). Diese sieht eine knapp 90 m lange Busbucht vor in Fahrtrichtung Gosheim vor, da Busse innerhalb der Bucht parallel zum Bordstein zum Stehen kommen müssen. Bei dieser Variante wären alle Fahrbahnteiler mit Fußgängerüberwegen („Zebrastreifen“) ausgestattet, was die Verkehrssicherheit für Fußgänger erhöhe. Diese Variante ist aber wegen der angrenzenden Rechtskurve und der Zufahrt zu den angrenzenden Grundstücken nicht machbar.

Variante 2 beschreibt eine sog. Bumper-Busbucht, also eine gekürzte Busbucht mit im Radius angeordneten Hochborden, wie sie beispielsweise in Stuttgart anzutreffen sind. Im Vergleich zu Variante 1 ist die Entwicklungslänge deutlich kürzer und somit der Flächenverbrauch ebenfalls wesentlich geringer. Auch hier wären auf allen Seiten Fußgängerüberwege möglich. Die Zufahrt zu den angrenzenden Wohngebäuden wäre bei dieser Variante möglich, die Anlieferung für den Neukauf jedoch nicht.

Variante 3 sieht eine direkte Ausfahrt für Busse aus dem Kreisverkehr in eine separate Busspur vor. Bei dieser Variante wäre eine wesentlich kürzere Busbucht möglich, welche auch die Anlieferung zum Edeka möglich mache. Auch baulich wäre diese Variante umsetzbar. Da an der Ausfahrt des Kreisverkehrs durch die extra Busspur dann aber drei Fahrstreifen entstehen, wäre auf dieser Seite kein Fußgängerüberweg mehr möglich. Laut verkehrsrechtlicher Vorgaben dürfen Fußgängerüberwege nicht mehr als zwei Fahrstreifen überbrücken. Die Straßenverkehrsbehörde würde dieser Variante eventuell zustimmen, bestehe jedoch auf einer weiteren Verkehrsschau zur Überprüfung.

Variante 4 sieht für die Fahrtrichtung Reichenbach eine Busbucht direkt nach der Kreisverkehrsausfahrt vor. Diese Variante wurde bereits 2019 betrachtet. Da wegen der Barrierefreiheit aber sehr hohe Bordsteine vorgesehen sind, wären hier die Gebäude Gosheimer Straße 9 und 11 nicht mehr mit Pkw anfahrbar. 
In Richtung Reichenbach sei keine der Varianten wirklich zu bevorzugen, da es immer Konflikte mit der Anfahrbarkeit privater Grundstücke gebe.

Frau Janisch teilt daraufhin mit, dass Richtung Gosheim die Variante 3 bevorzugt werde, Richtung Reichenbach die ursprüngliche Variante bei der Kirche.

Durch die separate Busspur entstünde kein Rückstau des wartenden Verkehrs in den Kreisverkehr. Die Platzverhältnisse seien hier großzügiger als bei der aktuellen Haltestelle vor dem Rathaus. Nachteile sind großer Flächenverbrauch und eine höhere Flächenversiegelung. Zudem sei der Abstand zur anderen Haltestelle recht weit, ca. 120 m; es gebe somit auch keine direkte Sichtverbindung zur anderen Haltestelle im Ortskern. Des Weiteren entfällt bei dieser Variante der Fußgängerüberweg bei der westlichen Kreisverkehrsausfahrt.

In Richtung Reichenbach liege ein Vorteil in der Anlegung einer Bushaltestelle im Bereich der Kirche darin, dass keine gesonderte Busbucht errichtet werden müsse. Dies erhöhe die Verkehrssicherheit, da der Verkehr hinter dem Bus warten müsse. Nachteilig sei, dass ein Wartehäuschen bei der Kirche errichtet werden müsse. Diese sollte aus gestalterischer Sicht möglichst freigestellt sein. Des Weiteren könne man es auch als Nachteil werten, dass der Verkehr hinter einem haltenden Bus warten müsse.

Auf Anfragen aus dem Gemeinderat teilt Herr Hribersek mit, dass die Größe des Kreisverkehrs mittels sog. Schleppkurven ermittelt wurde. 29 m erwies sich dabei als guter Wert, da man auch die Geometrie des Kreisverkehrsplatzes und die Einfahrtsradien berücksichtigen müsse.

Verschiedene Gemeinderäte erkundigen sich nach der Möglichkeit eines Flächentausches mit dem Neukaufparkplatz. Es wird auch die Möglichkeit diskutiert, die separate Busspur durch einen Grünstreifen von der restlichen Fahrbahn abzutrennen, etwa so wie jetzt gerade. Herr Hribersek weist auf Nachfrage daraufhin, dass man die aktuelle Planung mit den Vorgaben erstellt habe, den Kreisverkehr möglichst weit Richtung Gosheim zu platzieren und möglichst viele Stellplätze beim Narrenbrunnen zu erhalten.

Frau Janisch weist noch darauf hin, dass es sich derzeit nur um eine Entwurfsplanung handle, welche die Verkehrssituation betrachte. Auf gestalterische Aspekte wie den Bereich um den Narrenbrunnen oder der Übergang zum Neukaufparkplatz seien noch nicht berücksichtigt. Dies würde im Zuge der Planung des entsprechenden Bauabschnitts durchgeführt.

Aus dem Gemeinderat wird der Antrag gestellt, über keine der Varianten konkret abzustimmen, sondern eine grundsätzliche Planung mit verschiedenen Größen des Kreisverkehrsplatzes und der Integration des Grundstücks Gosheimer Straße 32 zu überprüfen.
Bürgermeister Reichegger weist noch darauf hin, dass die Lage der neuen Haltestellen den Weg des Schülerverkehrs verändere, vor allem in Fahrtrichtung Gosheim. Bisher müssten Schüler vor das Rathaus laufen, künftig werde eine weitere Straßenquerung nötig.

Im Anschluss an die Diskussion beschließt der Gemeinderat einstimmig, dass verschiedene Planvarianten mit variabler Größe des Kreisverkehrs sowie der Integration des Grundstücks Gosheimer Straße 32 erstellt werden sollen.


TOP 2.2 Sanierungsgebiet „Ortsmitte II“
Bauabschnitt 1 A+

Linksabbiegespur Gosheimer Straße – Steinstraße
Anlegung von Schrägparkplätzen am Gebäude Gosheimer Straße 10

Bürgermeister Reichegger erläutert den Sachverhalt im Bauabschnitt 1A+. Der ursprüngliche Gestaltungsvorschlag des Büros Greenbox sieht den Entfall der Abbiegespur von der Gosheimer Straße in die Steinstraße und die Verengung der Steinstraße im Kreuzungsbereich vor. Dagegen hätten sowohl die Straßenverkehrsbehörde als auch das Straßenbauamt Bedenken angemeldet. Deshalb wurde die Verkehrssituation untersucht und überprüft ob die rückwärtige Ausfahrt aus den geplanten Schrägparkplätzen vom Gebäude Gosheimer Straße 10 in der Gosheimer Straße zu Verkehrsbehinderungen im Kreuzungsbereich führen könnte. Dies hatten die Straßenverkehrsbehörde und das Straßenbauamt befürchtet.

Die Untersuchung der Verkehrssituation durch das Büro Modus Consult kommt zum Ergebnis, dass die Linksabbiegespur entfallen könnte. Dies würde die Verkehrssituation zwar verschlechtern, das Ergebnis sei aber immer noch ausreichend.

Frau Janisch teilte auf Anfrage mit, dass die Planung im Kreuzungsbereich Deilinger Straße, Gosheimer Straße und Reichenbacher Straße bisher nicht verändert worden sei. Außerdem bestätige Frau Janisch, dass eine Außenbewirtschaftung beim Queens Pub noch vorgesehen sei.

Der Gemeinderat beschloss aufgrund der Untersuchungsergebnisse, die Linksabbiegespur in der Gosheimer Straße nicht aufzugeben und die Schrägparkplätze im Bereich des Gebäudes Gosheimer Straße 10 nicht zu realisieren.

Bürgermeister Reichegger bedankte sich bei Frau Janisch, Herrn Dinaj und Herrn Hribersek für die geleistete Arbeit.


TOP 3 Erstellen einer Biotopverbundplanung für die Region Heuberg
Das Land Baden-Württemberg plant, den landesweiten Biotopverbund auf 15 % des Offenlandes der Landesfläche bis zum Jahr 2030 auszubauen. Ziel des Biotopverbundes ist der Schutz der Arten und die Erhaltung und Stärkung der Biodiversität durch die Schaffung von Verbindungskorridoren zwischen Lebensräumen einzelner Arten. Derzeit gibt es hierfür keine gesetzliche Verpflichtung, die Kommunen sollen jedoch auch in die Pflicht genommen werden. Die Thematik wurde bereits innerhalb der Mitgliedsgemeinden des Gemeindeverwaltungsverbands Heuberg sowie mit der Nachbargemeinde Böttingen diskutiert.

Der Heuberg mit seinen besonderen Landschaften, die bereits zahlreiche Schutzgebiete aufweisen, ist bereits jetzt immer wieder mit Einschränkungen naturschutzrechtlicher Art konfrontiert. Da aber der Erhalt dieser Landschaften ebenfalls wichtig ist, stand die Frage im Raum, ob bereits ohne Verpflichtungen Maßnahmen zur Förderung des Biotopverbunds ergriffen werden sollen, insbesondere, da es derzeit auch noch großzügige Förderungen für solche Projekte gibt, die bei einer entsprechenden Verpflichtung vermutlich entfallen werden. 
Zusätzlich könnten durch solche Maßnahmen unter bestimmten Umständen auch Ökopunkte generiert werden, die bei künftigen Planungen als Ausgleich herangezogen werden können, z. B. bei der Ausweisung von Bauland.

Deshalb sollen möglichst bereits jetzt Maßnahmen geplant werden. Da zur Umsetzung keine Verpflichtung bestehe, könne damit noch gewartet werden. 
Die Kosten belaufen sich nach einem Angebot der Flächenagentur für alle Verbandsgemeinden sowie die Gemeinde Böttingen auf ca. 84.000.-€ brutto. Bei einer Bezuschussung von 90% (für Planungskosten) würden damit noch 8.400.-€ bei allen Gemeinden zusammen verbleiben. Die Kosten für die Umsetzung können derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Zur Umsetzung bestehe aber vorerst noch keine Verpflichtung.

Der Gemeinderat beschließt einstimmig, dass eine solche Planung angegangen werden soll.
 zur Umsetzung der Planungen besteht derzeit noch nicht. Für die Umsetzung der Maßnahmen selbst steht eine Förderung von 60 % im Raum.

TOP 4 Gewerbegebiet Am Landenbach
Ausbau der Versorgungsnetze zwischen der Ortsmitte und dem Gewerbegebiet

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßte Bürgermeister Reichegger Herrn Karl Hermle vom Planungsbüro Hermle aus Gosheim. Dieser erläutert den derzeitigen Stand der Planungen.

Derzeit sei man mit den Verkehrsbehörden in Abstimmung über die verkehrliche Erschließung. Es laufe eine Untersuchung, weshalb ein Kreisverkehr sinnvoller als eine Ampelanlage sei. Gleichzeitig möchte man auch die wechselnde Straßenbreite (zwischen 6,5 und 7,5 m) auf 6,5 m vereinheitlichen. Dies sei ausreichend und würde gleichzeitig mit der Errichtung eines Kreisverkehrs zu einer Beruhigung des Straßenverkehrs im Bereich der Ortsausfahrt beitragen.

Bürgermeister Reichegger und Herr Hermle führen aus, dass die NetzeBW noch eine weitere 20 kV-Leitung im Bereich Reichenbacher Straße verlegen wollen. Wegen des Neubaus der NetzeBW und dem erweiterten Gewerbegebiet Landenbach möchte die NetzeBW im Bereich Landenbach eine zusätzliche Trafostation errichten, wofür weitere Netzanbindungen nötig werden. Die derzeitige 20 kV-Leitung aus Richtung Wehingen ende auf Höhe des Aldi-Marktes. Die NetzeBW möchten diese „Lücke“ nun schließen.

In der Straße befindet sich zudem noch ein Kanal, der im Eigentum des Landes Baden-Württemberg liegt. Dieser Kanal sei jedoch komplett marode. Im Zuge der Ortskernsanierung müssten die Straßeneinläufe somit an den bestehenden Kanal der Gemeinde umgehängt werden. 

Herr Hermle führt aus, dass die Leitung für die Erschließung des Gewerbegebiets Landenbach nicht erforderlich sei. Es sei jedoch sinnvoll, im Zuge der derzeitigen Maßnahmen hier gleich die anderen Maßnahmen (Kanal, 20-kV-Leitung) ebenfalls durchzuführen. Andernfalls riskiere man, das die neue Straße aussehe wie ein Flickenteppich, wenn das Land später seinen Kanal sanieren möchte.

Auf Nachfrage teilt Herr Hermle mit, dass die Kostenberechnung nicht detailliert sei, die Größenordnung von 700.000 Euro jedoch zutreffe.

Der Gemeinderat beschließt nach kurzer Beratung, das Planungsbüro Hermle mit der weiteren Planung und Abstimmung der Maßnahmen zu beauftragen.


TOP 5 Grundstücksangelegenheiten
TOP 5.1 Veräußerung einer Teilfläche von Grundstücken Flst. Nr. 5335, Bertholdstraße im rückwärtigen Teil von Grundstück Flst. Nr. 2748/4

Bürgermeister Reichegger teilt mit, dass eine Anfrage zum Erwerb einer Teilfläche hinter dem öffentlichen Parkplatz in der Bertholdstraße zur Errichtung eines Wohngebäudes inkl. eines „Showrooms“ für Kunst vorliege. Da hinter dem Parkplatz noch Leitungen liegen, die nicht überbaut werden dürfen, könnte nur ein Teil der angefragten Fläche, etwa 94 m², verkauft werden.

Nach kurzer Debatte beschloss der Gemeinderat bei fünf Enthaltungen und neun Gegenstimmen, die Teilfläche nicht zu veräußern.


TOP 5.2 Anlegung eines Stufengrabens auf dem gemeindeeigenen Grundstück Flst. Nr. 4114/1 zur Ableitung von Hangwasser im Bereich des Bauvorhabens Bogenstraße
Bürgermeister Reichegger begrüßte hierzu Herrn Architekt Rolf Meßmer, welcher die Pläne für das Bauvorhaben in der Bogenstraße verfasst.

Dieser teilt mit, dass der Gemeinderat sein Einvernehmen zum Bauvorhaben bereits erteilt habe. Im Zuge des Bauantragsverfahrens habe das Wasserwirtschaftsamt aber einige Auflagen formuliert, um im Falle von Starkregenereignissen oder Hochwassern gefährliche Situationen zu vermeiden. Es soll dargestellt werden, wie das Gebäude geschützt werde; außerdem dürfe sich die Situation für die darunterliegenden Grundstücke nicht verschlechtern.

Die Gemeinde Wehingen ist Eigentümer des Nachbargrundstücks. Herr Meßmer schlägt vor, den Hang hinter dem geplanten Gebäude wieder anzufüllen. Dieser sei im Zuge einer früheren Baumaßnahme abgegraben worden. Hinter der Anfüllung soll dann ein Stufengraben mit dem notwendigen Retentionsvolumen entstehen. Hierdurch werde das geplante Gebäude ausreichend geschützt; die Situation der darunterliegenden Grundstücke werde verbessert. Dies sei gleichzeitig auch die kostengünstigste Variante, weshalb andere Möglichkeiten nicht näher in Betracht gezogen wurden. Des Weiteren werde letztlich auch der ursprüngliche Zustand des Hangs wiederhergestellt.

Der Gemeinderat stimmte einstimmig der vorgeschlagenen Lösung zu.


TOP 5.3 Veräußerung von weiteren Bauplätzen im Baugebiet „Stockäcker“
Bürgermeister Reichegger informierte das Gremium darüber, dass nach entsprechenden Bewerbungen über das Portal „Baupilot“ weitere Bauplätze im Baugebiet „Stockäcker“ veräußert werden können.

Ohne weitere Diskussion beschließt der Gemeinderat die Veräußerung von weiteren Bauplätzen im Baugebiet „Stockäcker“. 


TOP 6 Risssanierungen in verschiedenen Ortsstraßen
Bürgermeister Reichegger teilt mit, dass die Firma BST bereits in der Vergangenheit Fahrbahnrisse zuverlässig und kostengünstig saniert habe. Auch dieses Jahr habe diese Firma das günstigste Angebot vorgelegt.
Der Gemeinderat beschließt ohne Diskussion die Vergabe von Arbeiten für die Sanierung von Fahrbahnrissen in verschiedenen Ortsstraßen auf einer Länge von insgesamt ca. 20 km an die Firma BST, Bad Schönborn mit einer Angebotssumme in Höhe von 13.793,89 €. 


TOP 7 Private Bauvorhaben
Der Gemeinderat erteilte ferner sein Einvernehmen gemäß § 36 BauGB zu drei privaten Bauvorhaben im Bereich „Stockäcker“ sowie zur Errichtung eines neuen Wasserhochbehälters im Gewann „Ob der Kalkhütte“. Des Weiteren nahm der Gemeinderat Kenntnis von je einem Bauvorhaben im Bereich „Sägewasen“ sowie im Bereich „Stockäcker“, für die das Einvernehmen der Gemeinde nicht erforderlich ist.

TOP 8 Verkaufsoffener Sonntag am 25. September 2022
Erlass einer Satzung zur Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntags
Der Gemeinderat beschließt nach kurzer Beratung die Satzung zur Durchführung des Flohmarktes und des verkaufsoffenen Sonntags am 25. September 2022.


TOP 9 Bekanntgabe der Offenlage des Protokolls aus der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vom 11.04.2022
Bürgermeister Reichegger teilt dem Gemeinderat mit, dass das Protokoll der öffentlichen Sitzung vom 11.04.2022 nun öffentlich ausliegt.


TOP 10 Verschiedenes
Bürgermeister Reichegger teilt dem Gemeinderat mit, dass mit den Eigentümern des Gebäudes Mittlere Straße 9 eine Modernisierungsvereinbarung geschlossen wurde. Wegen gestiegener Kosten hätten die Eigentümer aktuell wieder Abstand vom Bauvorhaben genommen. Wenn dies wiederaufgenommen werde, werde die Vereinbarung entsprechend aktualisiert.

TOP 11 Bekanntgabe, Wünsche und Anfragen
Auf Anfragen aus dem Gemeinderat teilt Bürgermeister Reichegger mit, dass man bei zwei Grundstücken im Bereich des neuen Gewerbegebiets Am Landenbach den Bauinteressenten möglichst viele Unterlagen vorab an die Hand gegeben habe, um die Vorhaben größtmöglich zu unterstützen. Wegen der aktuellen Kosten- und Lieferkettensituation bestehe natürlich immer das Risiko, dass Bauherren, auch Unternehmen, von Bauvorhaben Abstand nehmen.
Bei den übrigen Flächen sei dies noch nicht möglich, da das gesetzliche Umlegungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei.
Man rechne mit einem Abschluss im September oder Oktober 2022.

Des Weiteren beantworten Bürgermeister Reichegger bzw. die Verwaltung zum Klettergerüst für das Sportheim sowie zu den Verbrauchszählern des Gebäudes des ehemaligen Gasthauses „Löwen“.

Anschließend endete die öffentliche Sitzung um 21:45 Uhr.
 

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